Aktuell stehen die Heftarbeiten in den Weinbergen an. Hierbei werden die Triebe in den Drahtrahmen eingeführt und die Heftdrahtpaare in ihrer Position dem Rebenwachstum angepasst (Hochhängen). Eine Person benötigt für diese Arbeit je nach Rebsorte zwischen 30 und 40 Stunden pro ha. Die Heftarbeiten werden von Hand durchgeführt.
Aber warum ist das notwendig?
Führt man die Reben nicht in Ihren Drahtrahmen ein hängen die Triebe wild in die Rebzeilen rein oder liegen sogar auf dem Boden.
Das führt dazu, dass die Rebzeilen kaum befahrbar sind um andere Maßnahmen (Pflanzenschutz gegen Pilzkrankheiten oder Bodenbearbeitung) durchzuführen.
Ein weiteres Problem liegt in den Trieben, die bis auf den Boden ranken: Ähnlich wie die wilden Stammtriebe (die beim Ausbrechen entfernt werden) eine Leiter für Pilzkrankheiten bilden, so bilden auch auf dem Boden liegende Triebe einen leichteren Aufstieg für Infektionen.
Ein weiterer Nachteil liegt in der mangelnden Belüftung der späteren Traubenzone. Nur in Anlagen die sauber geheftet sind (Alle Triebe im Drahtrahmen gerade nach oben im Spalier stehen) ist es möglich die Traubenzone zu entblättern und damit für ein gutes Mikroklima in der Laubwand zu sorgen.